29 Nov

Die Paula war allein zu Haus,
denn Mama war bei ihrem Klaus.
Eine Babysitterin nicht zu kriegen,
auch egal, Mama ließ ja eh nie was liegen.
Und Paula war schon groß genug,
konnte auf sich selbst aufpassen, alles gut.
"Ok meine Kleine, Mama geht weg. Bleib' nicht zu lang auf, ich verlass' mich auf dich." 

Mamas Worte in ihrem Ohr.
Die kleine Paula nahm es mit Humor.
Ein letzter Kuss, ein Blick auf die Uhr.
"Oh Schreck, schon so spät!"
Und schloss die Tür hinter sich zu.

Eine Stunde verging und Paula wurde fad.
Und der dumme Fernseher ging auch nicht an.
Paula ging die Wohnung auf und ab,
suchte nach etwas, Freude macht.
5 Jahre alt war die Kleine nun schon,
und wollte mit ihren Puppen grad gar nichts tun.
Gelangweilt ging sie in die Küche
und löffelt den letzten Rest Pudding aus der Schüssel. 

Doch plötzlich sah sie vor sich stehen,
ne Zigarettenschachtel, nett anzusehen.
Bunt und klein, mit einem Spruch,
lesen konnte sie noch nicht sehr gut.
Irgendwas mit "T" und "O",
aber sie war schön bunt und die Farben gefielen ihr so.
In ihrem Gewissen wies sie ein Finger,
"Der Spruch der da drauf steht, sagt Mama doch immer."
Zu blöd nur, dass sie sich nicht erinnerte.
Schon sah sie, wie das Feuerzeug vor ihren Augen flimmerte. „Mama zieht auch immer genüsslich daran“,
und was Mama kann, kann sie schon lang. 

Und der erste Zug der Einstiegsdroge
machte Paulinchen ganz schön komisch.
Schwindelig wurde ihr, ihr Kopf ganz träge.
Paula nahm gleich noch ein paar Züge.
Husten musste sie auch ganz schrecklich,
trotz allem war die Vernunft zu schmächtig. 

Und Paula hustete immer schlimmer,
die Zigarette fiel auf den Boden im Zimmer.
Die Kleine war müde und wollte nur noch schlafen.
Sie legt sich ins Bettchen
und träumte von 2 Katzen und Schafen. 

Die Feuerwehr kam und löschte den Brand.
Die Tragödie nur leider etwas zu spät erkannt. 

Alles verkohlt, die Tochter war tot.
Erstickt am Rauch und verbrannt in der Not.

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